2016 – 2018

Das Projekt Wunschbilder wandte partizipatorische Methoden an, um aus prägenden Erfahrungen geflüchteter Menschen spielerisch inszenierte Bilder zu schaffen. Unter der Leitung der KulturMacherin Janet Grau arbeiteten Laien und Profis mit Mitteln der bildenden Kunst, Tanz und Theater zusammen, um die teilnehmenden Geflüchteten zu ermutigen, ihren Hoffnungen und Wünschen Ausdruck zu verleihen. Ausgehend von ihren Fluchterlebnissen und der komplizierten Situation des Ankommens in Deutschland entstanden Bilder, die sowohl Erlebtes als auch Erwünschtes darstellen. Diese „Wunschbilder“ markieren einen möglichen Weg und erkennen die Fiktion als bedeutende Kulturtechnik an. Ausgestellt wurden die Fotos und die Geschichten dahinter sowie Material aus dem Arbeitsprozess.

Regie für die Inszenierungen übernahmen Mohamad Alraghban (Damaskus, rechts) und Taisir Al Nakib (Mosul, links).

Ella Kehrer (links) begleitete die Arbeit im Projekt fotografisch.

Gearbeitet wurde ab Oktober 2016 in den Räumen von artes liberales – universitas in Heidelberg, in Flüchtlingsunterkünften, im Atelier von Janet Grau sowie im Foto Studio Buck. Um die 30 Menschen haben sich an dem Projekt beteiligt. Die erste Präsentation von Zwischenergebnissen fand Oktober 2017 in der GEDOK-Galerie statt. Performances, Lesungen und Musik sowie Fotografien und Skizzen vermittelten die Arbeitsweise sowie Einblicke in die kulturellen Hintergründe der Geflüchteten. Die Galerie wurde für die Dauer der Ausstellung zu einem temporären Atelier, in dem am Projekt weiter gearbeitet wurde.

Die Endergebnisse dieser Arbeit wurden 2018 im Heidelberger Kunstverein gezeigt.

Zum Arbeitsprozess siehe den Wunschbilder-Projektblog.


Wunschbilder
Wunschbilder

„Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm‘ ich in Verlegenheit, was ich mir denn wünschen sollte“ so heißt es in einem anrührenden Lied von 1930, das von Marlene Dietrich gesungen wurde. Wenn ich mir was wünschen dürfte; allein diese Frage ist für viele Geflüchtete schwer zu beantworten. Wünsche haben, sich Zukünftiges ausmalen, vielleicht auch fantastische oder utopische Lösungen eines Problems denken, dazu gehört die Zuversicht, über das Gegenwärtige hinausgehen zu können, das Vertrauen auf die eigenen Möglichkeiten in der Zukunft.

Gabriele Oßwald (zeitraumexit) über das „Wunschbilder“-Projekt

Konzept und Projektleitung: KulturMacherin Janet Grau
Weitere Beteiligte u.a.: Kerstin Kiefer, Karin Kopka-Musch, Ali Moraly sowie KulturMacher*innen Jonas Frey, Anca Krause, Astrid Pohl, Sebastian Schwarz.

Innovationsfonds Kunst
Heidelberg

Das Projekt wurde vom Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg und dem Kulturamt der Stadt Heidelberg gefördert.

Kooperationspartner: