2014 – 2017

Das mobile Kunst- und Schauspielprojekt namens fabelhaft erreichte zwischen 2014 und 2017 viele benachteiligte Kinder in Heidelberg, die sonst nur schwer einen Zugang zu Kultur und Gesellschaft finden. Durch Humor, Fantasie, Kunstexperimente und Rollenspiele haben wir den Kindern geholfen, sich neue Denkmuster und Strategien anzueignen. Spielerisch lernten sie, Herausforderungen anzunehmen und sich kreativ auszuprobieren.

Das Projekt sprach vor allem die emotionale Seite der Kinder an. Die eigenen Gefühle zu erkennen und die der Andern zu erspüren, war ein durchgängiger roter Faden bei der Gruppenarbeit. Gerade bei den sozial auffälligen Kindern des Heilpädagogischen Horts ist diese Empathie ein zentrales Thema und in allen Bildungsbereichen gefragt.

Monika Bühler, Hortleiterin

Die Stadt Heidelberg ist durch starke Kontraste und Spannungen geprägt. Auf engstem Raum treffen Tourismus, Wohlstand und Konsum einerseits, Armut und Missstände andererseits, aufeinander. Während Mitschüler zahlreiche kostenpflichtige Förderangebote, Kulturprogramme usw. in Anspruch nehmen, erleben die von Armut betroffenen Kinder nicht nur täglichen Mangel (z.T. Nahrung, Kleidung etc.), sondern haben zusätzlich den Überfluss und Wohlstand anderer vor Augen. Im „fabelhaft“-Projekt haben wir versucht, solche Kinder aufzufangen, die normalerweise durch das soziale Netz fallen.

Janet Grau, Projektleiterin

fabelhaft brachte bildende Kunst und Theater in die Heidelberger Stadtteile Kirchheim (Caritas Heilpädagogischer Hort im Notwohngebiet „Im Mörgelgewann“), Altstadt („das Kinderreich“: kostenlose Angebote für Kinder aus sozial benachteiligten Familien in der Heidelberger Innenstadt) und Pfaffengrund (Kindergruppe des Asylarbeitskreises Heidelberg für Flüchtlingskinder in der Asylunterkunft).

Das Projekt fabelhaft knüpfte an Grundbedürfnissen der Kinder an: Sie lernten, kreativ mit Hürden umzugehen und etwas Neues daraus entstehen zu lassen. Die eigenen Gefühle zu erkennen und die der Andern zu erspüren war ein zentrales Thema. Das Stärken ihrer Empathiefähigkeit und die Erfahrung eines positiven Gruppengefühls haben die Kinder mitbekommen.


BILDERGALERIE


Für mich war klar zu erkennen, dass das Interesse der Kinder mit jedem Tag stieg. Die anfängliche Zurückhaltung der Kinder wurde durch die zugewandte und mitreißende Art der »fabelhaft«-Akteure schnell durchbrochen…Der Zusammenhalt und der Respekt untereinander konnte merklich beeinflusst werden.

Monika Bühler, Hortleiterin

Im Schuljahr 2014-15 hat die Projektleiterin Janet Grau, zusammen mit den KulturMacherinnen Kerstin Kiefer und Anca Rozalia Krausefabelhaft begonnen. Das Projekt wurde bis 2017 weitergeführt und weitere Theaterpädagoginnen, Musiker und Tänzer haben mitgewirkt. Bündnispartner waren der Caritasverband Heidelberg e.V., Kinderreich Heidelberg e.V. und der Asylarbeitskreis Heidelberg e.V. sowie das Heidelberger sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum die Marie-Marcks-Schule , die Albert-Schweitzer-Schule und die Friedrich-Ebert-Grundschule in Heidelberg.

Das Projekt fabelhaft wurde im Programm Künste öffnen Welten der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) gefördert. Die BKJ ist Programmpartner des BMBF für Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung.

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